Zwölf Talente. Zwölf Geschichten. Ein Buch. Fünf Jahre später.

Heute vor genau fünf Jahren haben wir auf der Frankfurter Buchmesse ein ganz besonderes Buch vorgestellt.

Ein Projekt, an das ich mich bis heute gerne erinnere.

Damals war ich Leiter der PR- und Kommunikationsabteilung bei der TSG Hoffenheim. Gemeinsam mit Herausgeber Matthias Knöß hatten wir die Idee entwickelt, junge Fußballtalente ihre ganz persönlichen Geschichten erzählen zu lassen. Konzipiert und umgesetzt wurde das Buch von unserem Team bei der TSG, mit Pia Regine als interner Projektleiterin.

Die Idee dahinter war ebenso einfach wie überzeugend: Jungs über ihre Begeisterung für Fußball zum Lesen bringen. Gerade diejenigen, die sonst vielleicht nicht freiwillig zu einem Buch greifen. Wenn junge Fußballfans Geschichten von Spielern lesen, mit denen sie sich identifizieren können, wird Lesen plötzlich interessant.

Den Anfang hatte die Buchreihe bereits zuvor beim 1. FSV Mainz 05 genommen. Schon für diesen ersten Band hatte ich die Illustrationen beigesteuert. Umso schöner war es, das Konzept anschließend auch bei der TSG Hoffenheim umzusetzen.

Keine klassischen Spielerporträts. Keine glattgebügelten PR-Texte. Sondern authentische Einblicke in das Leben junger Menschen, die einen großen Traum verfolgen: Fußballprofi werden.

Es ging um Hoffnungen, Erwartungen, Rückschläge, Leistungsdruck und die Frage, was man bereit ist, für seinen Traum zu investieren.

Ich durfte das Projekt bei der TSG damals nicht nur als Abteilungsleiter verantworten, sondern auch wieder mit eigenen Illustrationen gestalten. Eine schöne Verbindung meiner beiden Leidenschaften: Kommunikation und Kunst.

Und was ist aus den Talenten von damals geworden?

Einer von ihnen ist Umut Tohumcu. Damals ein hoffnungsvolles Talent aus der TSG-Akademie, heute längst Bundesliga-Profi und inzwischen beim österreichischen Spitzenklub Red Bull Salzburg.

Natürlich schaffen es nicht alle Nachwuchsspieler bis in den Profifußball. Aber genau darum ging es in diesem Buch auch nicht ausschließlich. Wir wollten zeigen, welche Menschen hinter den Talenten stecken. Welche Geschichten sie mitbringen, welche Herausforderungen sie meistern und was sie antreibt.

Und wir wollten mit diesen Geschichten etwas erreichen, das weit über den Fußball hinausgeht: junge Menschen für das Lesen begeistern.

Für mich war das Projekt zugleich ein schönes Beispiel dafür, was Kommunikation im Sport leisten kann, wenn man über den nächsten Spielbericht, das nächste Interview oder die nächste Pressemitteilung hinausdenkt.

Geschichten erzählen, die bleiben. Menschen sichtbar machen, statt nur ihre sportlichen Leistungen zu dokumentieren. Und die Strahlkraft des Fußballs nutzen, um auch gesellschaftlich etwas zu bewegen.

Manchmal entstehen daraus Projekte, die auch fünf Jahre später noch Freude machen.

Ein schöner Anlass, noch einmal Danke zu sagen an Pia Regine, Herausgeber Knöß und alle, die damals mit viel Herzblut daran gearbeitet haben.

Hier geht es zu meinem damaligen Blogbeitrag vom Oktober 2021.

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