Ein Bild, dessen Entstehung einem Geduldsspiel gleicht. Hunderte, vielleicht sogar über tausend kleine Totenköpfe tummeln sich auf festem Aquarellpapier – gezeichnet mit feinem Marker und einer sanften Wasserfarbe entfaltet sich ein Universum, das gleichzeitig verspielt und nachdenklich ist. Winzige Schädel, dicht an dicht, jeder ein bisschen anders, jeder mit einem eigenen Ausdruck. Manche grinsen, manche staunen, manche träumen.
Die vielen kleinen Totenköpfe, die sich hier wie ein lebendiger Teppich ausbreiten, sind für mich kein Symbol des Schreckens – im Gegenteil. Ich sehe in ihnen Charaktere, Geschichten, kleine Persönlichkeiten.

Der Tod – bei aller Ernsthaftigkeit – ist auch ein künstlerisch faszinierendes Motiv. Er ist ein Symbol für Vergänglichkeit, für Veränderung, für neue Kapitel. Und ja: manchmal darf man ihm sogar mit Humor begegnen.
In diesem Bild ist der Tod nicht düster. Er tanzt. Er spielt. Er wirkt fast neugierig. Die Schädel sind keine Mahnung, sondern kleine Charaktere, die uns daran erinnern, wie bunt das Leben eigentlich ist, obwohl es endlich ist.
Die Wiederholung der Form, der Rhythmus der Linien und der Hauch Wasserfarbe im Hintergrund haben eine fast meditative Wirkung. Beim Zeichnen verliert man jedes Gefühl für Zeit – und manchmal auch für den Ernst des Lebens. Vielleicht ist das der Kern dieses Bildes: Vergänglichkeit darf manchmal leicht aussehen. Sie darf uns zum Schmunzeln bringen.
„Thousand Tiny Skulls“ soll erinnern – nicht an das Ende, sondern daran, wie wertvoll und bunt der Weg des Lebens ist. Und vielleicht auch daran, dass Humor ein wunderbarer Begleiter durch die großen und schweren Themen des Daseins ist.

