LIBERTY OF THE SEA

Wenn Meerjungfrauen sich nicht bändigen lassen

Manchmal braucht es keine großen Worte, sondern einfach ein bisschen Farbe, ein Pinsel und ein Tagtraum von salziger Luft und tanzenden Wellen. Genau so ist „Liberty of the Sea“ entstanden – mein kleines, rebellisches Aquarell über eine Meerjungfrau, die nicht auf Rettung wartet. Sondern selbst bestimmt, wo es langgeht.

In dieser Szene spielt nicht Neptun die Hauptrolle – der Meereskönig mit Krone und Dreizack döst entspannt im Hintergrund. Die Aufmerksamkeit gehört ihr: der Meerjungfrau mit wilden Haaren, kräftigem Fischschwanz und jeder Menge Haltung. Sie steht für Freiheit, Selbstbestimmung und das Recht, einfach mal gegen den Strom zu schwimmen – im wörtlichen wie im übertragenen Sinn.

Ringsherum wuselt das Chaos des Ozeans: Tentakel räkeln sich aus dem Bild, eine Möwe balanciert am Bildrand, Netze verfangen sich irgendwo zwischen Poseidon und Pulpo. Und über allem strahlt eine unbändige Sonne, fast ein bisschen zu grell für eine Unterwasserszene – aber genau das macht den Reiz aus.

„Liberty of the Sea“ ist ein Augenzwinkern an all die starken, eigensinnigen Figuren da draußen – ob an Land oder im Wasser. Und vielleicht auch an uns selbst, wenn wir ab und zu innehalten und uns fragen: Schwimmen wir eigentlich noch in die richtige Richtung?

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